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Welchen diagnostischen Nutzen hat der Anti-PLA2R Nachweis?

Der serologische Nachweis von Autoantikörpern (IgG) gegen PLA2R, für dessen Durchführung lediglich eine Blutprobe notwendig ist, ist einfach durchzuführen und stellt eine nicht-invasive Methode zur Biopsie dar. Anti-PLA2R-Autoantikörper sind ein sehr spezifischer und sensitiver Marker für die primäre MN. Sie können im Serum von circa 70 % der Patienten mit primärer MN gefunden werden. In Patienten mit sekundärer MN und gesunden Personen können Anti-PLA2R-Antikörper nur in seltenen Ausnahmefällen nachgewiesen werden.

Zusätzlich zu ihrem Nutzen in der Differentialdiagnose der primären MN hat der Autoantikörpertiter einen hohen prädiktiven Wert hinsichtlich:

Krankheitsaktivität und -verlauf
Der Anti-PLA2R-Autoantikörpertiter korreliert mit der klinischen Aktivität der primären MN (Proteinurie). Hohe Antikörpertiter sind mit einem schweren Krankheitsverlauf assoziiert.1,2

Therapie-Überwachung
Der Anti-PLA2R Titer nimmt in Patienten, die erfolgreich auf eine immunsuppressive Therapie ansprechen, ab. Dabei geht die Abnahme des Antikörpertiter der Reduktion der Proteinurie voraus. Bei einem erneuten Ausbruch der Krankheit steigt der Antikörperspiegel wieder an.3,4 Darüberhinaus wurde ein hoher Anti-PLA2R Titer als Risikofaktor für Patienten identifiziert, keine Remission der Proteinurie zu erreichen.4

Risikoabschätzung
In bis zu 40 % der primären MN Patienten tritt die Erkrankung nach einer Nierentransplantation wieder auf.5 Das Risiko einer Rekurrenz ist dabei besonders hoch, wenn Anti-PLA2R-Autoantikörper dauerhaft über sechs Monate nach der Organtransplantation gefunden werden.6 Der Titer kann deshalb wichtige Informationen über die Notwendigkeit und Intensität einer immunsuppressiven Therapie nach einer Nierentransplantation liefern, um damit einen Rückfall der Erkrankung zu verhindern.