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Hohe Sensitivität und maximale Spezifität für primäre membranöse Nephropathie

In einer retrospektiven Studie (Kollektiv n=360) zeigte der Indirekte Immunfluoreszenztest (IIFT) der Firma EUROIMMUN (Anti-PLA2R-IIFT (IgG)) beim Nachweis von Autoantikörpern gegen PLA2R eine Spezifität von 100 % für die primäre MN.1

KollektivnAnti-PLA2R-IIFT
positivnegativ
Bioptisch gesicherte primäre MN 1005248
Sekundäre Form der MN 17017
Nicht-membranöse Nephropathie 90090
Gesunde Blutspender 1530153

Die relativ niedrige Sensitivität (52 %) könnte im Zusammenhang mit einer immunsupprimierenden Behandlung stehen, die viele der primären MN Patienten (47 von 100) zum Zeitpunkt der Serumentnahme erhalten haben. In dieser und einer weiteren Studie wurde gezeigt, dass die Anti-PLA2R Titer nach einer Behandlung der Patienten mit Rituximab, Cyclophosphamid oder Steroiden unter die Nachweisgrenze sanken.1,2


In einer zweiten retrospektiven Studie (Kollektiv n=1061) zum Nachweis von Anti-PLA2R-Autoantikörpern mittels eines Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) (Anti-PLA2R-ELISA (IgG)) konnte eine Sensitivität von 96 % bezogen auf den EUROIMMUN Anti-PLA2R-IIFT (IgG) ermittelt werden. Unter Berücksichtigung der grenzwertigen Ergebnisse betrug die Spezifität 99,9 %.3

KollektivnAnti-PLA2R-positiv/grenzwertig
*Seren von Patienten mit primärer MN mit positivem Anti-PLA2R IIFT-Befund.
Primäre MN198*190
Sensitivität19896,0 %
Sekundäre MN270
Andere Glomerulonephritiden2300
Andere Autoimmunerkrankungen3150
Gesunde Blutspender2911
Spezifität86399,9 %

Beide EUROIMMUN Anti-PLA2R-Testsysteme (IIFT und ELISA) weisen eine sehr gute Korrelation bezüglich des qualitativen und quantitativen Nachweises der Anti-PLA2R-Autoantikörper auf  (siehe Abbildung). Die wenigen Serumproben, die im Anti-PLA2R-ELISA (IgG) negative und im Anti-PLA2R-IIFT (IgG) positive Ergebnisse zeigten, wiesen im IIFT niedrige Titer auf. Alle Seren mit einem Anti-PLA2R Titer höher als 1:100 im IIFT waren auch im ELISA positiv.3

Abgeänderte Abbildung aus: Dähnrich et al., Clin Chim Acta 421, 213-218 (2013)
Gegenüberstellung ELISA vs. IIFT