• Antikörper gegen PLA2R in der Therapiekontrolle

Nützlich für Therapie und Prognose bei membranöser Nephropathie

Zusätzlich zur Erstdiagnose der Erkrankung kann mithilfe des Autoantikörpers gegen PLA2R auch der Verlauf der Erkrankung und der Fortschritt einer Behandlung eingeschätzt und überwacht werden: Offensichtlich besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Konzentration des Anti-PLA2R-Antikörpers im Blut eines Patienten und dem Verlauf und der Aktivität der pMN. Hohe Konzentrationen des Anti-PLA2R-Antikörpers lassen auf eine verstärkte Krankheitsaktivität und die Notwendigkeit einer intensiveren Behandlung schließen. Je niedriger die ursprünglich festgestellte Anti-PLA2R-Konzentration ist, desto besser sind auch die Erfolgsaussichten der immunsuppressiven Behandlung. Im Zuge einer solchen Therapie sinkt die Antikörperkonzentration beim Patienten in der Regel schnell – sogar schneller, als die Proteinurie abklingt.

Die Konzentration des Anti-PLA2R-Antikörpers ermöglicht es auch, den Verlauf nach einer Nierentransplantation einzuschätzen: Die Chancen einer vollständigen Besserung der Symptome sind offenbar umso größer, je niedriger die Anti-PLA2R-Antikörperkonzentration nach dem Eingriff ist. Eine anhaltend nachweisbare Menge an Anti-PLA2R-Antikörpern im Blut konnte dagegen in einer weiteren Studie als ein signifikanter Risikofaktor für einen erneuten Ausbruch der pMN nach der Organtransplantation identifiziert werden.

Anti-PLA2R-Autoantikörper besitzen somit einen großen Wert sowohl für die Diagnose als auch die Therapie der pMN. Ihre Konzentration erlaubt Einschätzungen zur Krankheitsaktivität, zur notwendigen Therapie und zu den Erfolgschancen der Behandlung. Zudem haben sie einen hohen Vorhersagewert für den Transplantationserfolg.

Der große Vorteil Antikörper-basierter Bluttests ist, dass sie innerhalb eines kurzen Zeitraums mehrfach durchgeführt werden können und deshalb aufwendige und belastende Biopsie vermeiden helfen.