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  • Labordiagnostika für membranöse Nephropathie

Empfehlungen zur Differenzialdiagnose

In Abhängigkeit vom Verlauf und Schweregrad der Erkrankung wird in der neuen globalen Leitlinie der KDIGO mittlerweile ein differenziertes Vorgehen in der pMN-Diagnostik empfohlen. Denn durch den Nachweis von Anti-PLA2R-Antikörpern kann die Diagnose einer pMN ausreichend eindeutig belegt werden, dass in den meisten Fällen eine Biopsie vermeidbar ist (siehe Abbildung).1 Der serologische Diagnostik-Ansatz, für dessen Durchführung lediglich eine Blutprobe notwendig ist, stellt somit eine nicht invasive Alternative zur Biopsie dar.

Ergänzend zu Anti-PLA2R-Antikörpern sind Anti-THSD7A-Antikörper ein weiterer Marker in der serologischen Diagnostik der pMN, der aufgrund der hohen Spezifität wie die Anti-PLA2R-Antikörper auch ideal zur Abgrenzung von der sekundären MN geeignet ist. Die simultane Bestimmung von Anti-PLA2R- und THSD7A-Antikörpern erhöht darüber hinaus die serologische Trefferquote. 2,3

Autoantikörpernachweis mit Immunfluoreszenz, ELISA und Chemilumineszenz

Für eine präzise Bestimmung der Autoantikörper hat EUROIMMUN auf der Grundlage rekombinanter Antigene exklusive Testsysteme entwickelt. Die indirekten Immunfluoreszenztests Anti-PLA2R-IIFT (IgG) und Anti-THSD7A-IIFT (IgG) nutzen als Standardsubstrate transfizierte Zellen, welche die Antigene auf ihrer Oberfläche exprimieren. Für den Enzyme-Linked Immunosorbent Assay Anti-PLA2R-ELISA (IgG) wird der rekombinante Rezeptor aus den transfizierten Zellen biochemisch gereinigt und anschließend zur Beschichtung der Mikrotiterplatten verwendet, während beim Anti-PLA2R-ChLIA (IgG) Magnetpartikel damit beschichtet werden. Mit diesen Methoden können die Autoantikörper einfach, schnell und hochspezifisch in einer Blutprobe nachgewiesen werden.

Bei den Immunfluoreszenztests handelt es sich um verlässliche Testsysteme, mit denen Autoantikörper gegen PLA2R und THSD7A qualitativ bestimmt werden können. Der Anti-PLA2R-ELISA (IgG) und der Anti-PLA2R-ChLIA (IgG) erlauben darüber hinaus die quantitative Bestimmung der Anti-PLA2R-Antikörper.

Nachweis der Autoantikörper gegen PLA2R und THSD7A, links: Anti-PLA2R-ChLIA (IgG) für IDS-i10, Mitte: Anti-PLA2R-ELISA (IgG), rechts oben: Anti-PLA2R-IIFT (transfizierte Zellen, computergestützte Auswertung mit EUROPattern möglich), rechts unten: Anti-THSD7A-IIFT (transfizierte Zellen)
Serologischer Nachweis der Autoantikörper gegen PLA2R und THSD7A

Zusätzlich zu seinem Nutzen für die Differenzialdiagnose der pMN hat der Autoantikörpertiter einen hohen prädiktiven Wert hinsichtlich:

  • Krankheitsaktivität und -verlauf
  • Therapieüberwachung
  • Prognosestellung
  • Risikoabschätzung nach Transplantationen
     

Optionen der automatisierten Abarbeitung

Für alle Testsysteme bietet EUROIMMUN Möglichkeiten zur Automatisierung passend zum Laborworkflow an.

  1. EUROIMMUN-ELISA-Automatisierungslösungen:
    EUROLabWorkstation ELISAAnalyzer IAnalyzer I-2P und Sprinter XL
     
  2. EUROIMMUN-IIFT-Automatisierungslösungen:
    EUROLabWorkstation IFAEUROPattern und EUROPattern Microscope Live
     
  3. EUROIMMUN-ChLIA-Automatisierungslösungen:
    IDS-i10